Mo., 15. Juni 2015


Bildungscamp 2015
Konzerte
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… das Bildungscamp präsentiert den “Tag des Engagements”

Am ersten Tag des Bildungscamps, den 15.06.2015, widmen wir uns ganz den vielfältigen, kreativen, spannenden und mitreißenden Formen des Engageamments in München. Die Bühne gehört euch! Initiativen, Vereine, Parteien und Verbände zeigen, was sie können und was ihre Ziele sind. Wenn Deine Organisation hier mitmachen möchte, sende uns eine Email an info@bildungsfreiraeume.de – wir freuen uns darüber, so vielen Aktiven wie möglich eine Plattform zu geben!
Außerdem gibt euch der erste Tag am Bildungscamp die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden und das Camp mit uns zu gestalten. Konkret heißt das: unterstützt uns am Aufbau! Malt Banner, errichtet Zelte, stellt Infostände auf! Das Bildungscamp ist das, was wir gemeinsam daraus machen – jedes Jahr anders bunt.


PROGRAMM


Mo, ab 11:00: Studiengang Kunstgeschichte an der LMU München stellt sich vor (Werkbund-Box, Geschwister-Scholl-Platz)


Mo, 11:00 – 12:00: Zine Workshop (Kulturjurte)
In diesem Workshop wollen wir uns das Phänomen “Zine” anschauen und nach einem kleinen, geschichtlichen Input zu einer kollektiven Zineproduktion übergehen, um am Ende des Bildungscamps unser eigenes Zine in den Händen halten zu können
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Zines sind kleine, selbstgemachte und meist fotokopierte Heftchen. Große Popularität fanden sie in den 70er Jahren in der Punk-Bewegung und sind seitdem geprägt vom D.I.Y. Ethos. Heute gibt es eine breite und differenzierte Zinelandschaft und es sind Heftchen zu allen erdenklichen Themen zu finden. Sie bieten die Möglichkeit über persönliche Erlebnisse zu schreiben, stellen aber auch ein ideales Medium dar um alternatives Wissen zu teilen oder politischen Aktivismus und Diskurse zu dokumentieren. Zines können schnell und unkompliziert produziert werden. Schere, Stift und Kleber reichen schon aus um Gedanken zu Papier zu bringen. Und genau das wollen wir auch gemeinsam tun und während des Bildungscamp unser eigenes Zines basteln. Das auf dem Camp zusammengetragene Wissen kann hier weitergegben werden, Diskussion aufgegriffen oder einfach nur von Erlebnissen und Bekanntschaften auf dem Camp oder im Alltag geschrieben werden.

Mo, 12:00 –  15:00: PhilOsophie – Orientierung nach innen und außen (Kulturjurte)

Philosophie – Orientierung nach Innen und Außen. Wenn du nach Antworten suchst, stell die richtigen Fragen!

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Wer bin ich? Wie treffe ich eine Entscheidung? Wie will ich leben? Hast du dir über diese oder ähnliche Fragen schon einmal Gedanken gemacht? Wenn ja, hast du eine Antwort für dich gefunden? Oder bist du noch auf der Suche?  Uns interessiert, was Du über diese Fragen denkst! Wir fragen weiter! Wir versprechen neue Perspektiven, viele Ideen und noch mehr Fragen


Mo, 14:00 – open end: Engagier Dich! – Infostände am Bildungscamp (Wiese, Geschwister-Scholl-Platz)
Be the change you want to see in the world! Initiativen, Verbände, Vereine, Parteijugenden präsentieren ihre Ziele und ihre Formen sozialen Engagements in München. Wir laden euch zum Austausch ein, zum Vernetzen untereinander und natürlich zum Mitmachen!

Mo, 15:30 – 17:00: Kampagnen und Bewusstsein schaffen – Stefanie Krammer, IG Metall (Workshopzelt, Geschwister-Scholl-Platz)
Spannend, zuspitzend, zeitlich befristet, öffentlichkeitswirksam, spektakulär. Wie errege ich geplant Aufmerksamkeit?
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Für meine Ideen, meine Inhalte, meine Botschaft? Was macht eine gute Kampagne aus? Wie bleibt meine Organisation im Gedächtnis? In diesem Workshop wollen wir gemeinsam erarbeiten, wie mit mehrteiligen, aufeinander aufbauenden Aktivitäten Aufsehen erregt werden kann.

Mo, 15:30 – 17:00: Gerechte Bildungs(zu)gänge? Zum Recht auf Bildung für alleArbeiterkind (Kreativzelt)

Bildung ist noch immer zugangsbeschränkt – das wollen wir ändern. Wir, das ist die Initiative Arbeiterkind. Wir helfen Menschen, die als erste in ihrer Familie studieren. In unserem Workshop wollen wir mit Euch u.a. über folgende Fragen diskutieren: (Wie) Entscheidet Herkunft auch heute noch über Bildungschancen? Auf welche Art wird aussortiert? Ist das bayerische Bildungssystem gerecht?

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Zum Einstieg stellen wir Arbeiterkind vor, dann diskutieren wir anhand aktueller bildungspolitischer Daten den ungleichen Zugang im Bildungssystem. Wir wollen mit Euch über die angeblich voranschreitende Bildungsexpansion und Formen der Bildungsselektion sprechen. Auf Grundlage Eurer persönlichen Erfahrungen diskutieren wir, wie Bildung und Information darüber gerecht und offen gestaltet werden kann.


Mo, 17:00 – 18:30: PODIUM – Engagement organisieren! Aber…wie? (Bühne, Geschwister-Scholl-Platz)

Bildungspolitisches Engagement gehört in unseren Augen dazu, wenn man Veränderungen am Bildungswesen bewirken möchte. Es ist ein weites Feld – an einer Demonstration teilnehmen, ein Volksbegehren unterstützen, in der Fachschaft aktiv sein, am Bildungscamp mithelfen und mitgestalten! Die Möglichkeiten sind schier endlos – und trotzdem gibt es durchaus Hürden, die uns davon abhalten, uns politisch einzusetzen. Wie kommt das?

Wir diskutieren mit Gerhard Wagner, Alex Melinz, Eva Blomberg und Bildungsfreiräume e.V. darüber, wie sich soziales und politisches Engagement organisieren lässt und welche Schwierigkeiten dabei entstehen können. Eure Meinung ist gefragt! Welche Erfahrungen habt ihr mit Engagement gemacht – dem Gelingen, dem Scheitern? Marina Lessig, tätig im Vorstand des Kreisjugendrings München-Stadt moderiert diese spannende Diskussion für uns:

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– Gerhard Wagner, Leiter der Abteilung Jugendarbeit des Kreisjugendrings München-Stadt und Fachbeirat für bürgerschaftliches Engagement der Landeshauptstadt München. Seine zentralen Aufgaben sind die Förderung der Jugendverbände und Jugendorganisationen in München und die Unterstützung jugendpolitischen Engagements.
– Alex Melinz, Mandatar im Bezirksrat Graz-Jakomini sowie in der Universitätsvertretung der Karl-Franzens-Universität Graz, Mitglied der KPÖ Graz In seiner Arbeit beim Bezirksrat stehen die alltäglichen und infrastrukturellen Probleme der Stadtbevölkerung im Vordergrund.
– Eva Blomberg, stellv. Vorsitzende der Jusos München und im Bezirksrat Neuhausen-Nymphenburg. Vormals Geschäftsführung der Studierendenvertretung der LMU, gründete sie mit Aktiven das Jungen Bündnis für Geflüchtete, das gegenwärtig Aktionen für den Weltflüchtlingstag am Sa, 20. Juni, vorbereitet
– Der Verein Bildungsfreiräume e.V. gründete sich im Zuge der 2009er-Unibrennt-Bildungsproteste an der Ludwig-Maximilians-Universität München, wirkte am Volksbegehren gegen Studiengebühren 2012/13 mit und organisiert seit 2010 das Bildungscamp für euch.


Mo, 17:00 –  19:00: Freies UniExperiment München und Freising lädt einFreies Uniexperiment (Kulturjurte)

Im Freien UniExperiment ist eine Kultur der lebendigen und selbstbestimmten Bildung gewachsen. Wir sind eine offene Gruppe von etwa 20 Studierenden, die sich entlang ihrer Interessen mit sich selbst und der Welt auseinandersetzen.
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Wir freuen uns, Dich kennenzulernen: Wer bist Du? Was interessiert Dich? Wie geht es Dir auf Deinem Bildungweg? Wir freuen uns, unsere Erfahrungen aus über einem Jahr Freies UniExperiment mit Dir zu teilen. Willkommen!

Mo, 19:00 – 20:00 : Rechte und Pflichten der Jugend- und Auszubildendenvertretung  – Melanie Beibl, GJAV der Max-Planck-Gesellschaft (Workshopzelt, Geschwister-Scholl-Platz)

JAV – was ist denn das? Welche Rechte hat die JAV, welche Pflichten muss sie erfüllen? Dies sind wichtige Fragen, die im Bezug auf eine anstehende Ausbildung geklärt werden sollten.  Denn wenn man ein Problem im Betrieb hat und keiner Bescheid weiß, dann hilft nur nur eines: zur JAV gehen, das ist die Jugend- und Auszubildendenvertretung – das Organ, dass sich speziell um die Belange von Azubis kümmert. Aber wie weit darf die JAV gehen, um die Rechte von Azubis zu schützen? Wie kann sie helfen?

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Melanie Beibl von der Gesamtjugend-& Auszubildendenvertretung der Max-Planck-Gesellschaft wird euch in diesem Workshop eure offenen Fragen beantworten und wichtige Themen hierzu erläutern. Wir freuen uns auf euer Kommen.


Mo, 19:00-22:00: Bring deine Ideen zum Leben! Co-Creation leicht gemacht Cool Ideas Society Events (Kulturjurte)

Findest Du, die Welt braucht Deine (soziale) Start-Up-Idee – weißt aber nicht, wie Du sie wirklich umsetzt? Oder steckst Du mit Deiner Organisation gerade in einer Sackgasse – und Ihr wisst gerade einfach nicht weiter?

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Dann ist Cool Ideas Society genau das Richtige für Dich: hier triffst Du auf kreative Mitdenker, die einen Abend lang Deine Idee voran bringen. Sei offen, stell Deine Frage und Du wirst sehen, wie viele Ideen, Ressourcen, Strategien, Kontakte und Kritik die Kreativen Dir schenken kann. Nicht nur Du als Pitcher nimmst ganz viele Anregungen mit, sondern auch die kreativen Mitdenker gewinnen neue Kontakte, Inspiration und Motivation für ihre eigenen Projekte. An Cool Ideas Society Events bekommen Menschen, die mit ihrer Idee, ihrem Traum oder ihrer aktuellen Herausforderung gerade nicht weiter kommen, auf eine einfache und originelle Art und Weise neue Ideen, coole Perspektiven und wertvolle Input. Dies hilft ihnen dabei, mentale Blockaden oder vermeintliche Grenzen zu überwinden und ihren Traum zu realisieren.


Mo, ab 20:00: KONZERT –  A Lazy Cat – presented by Kulturjurte München (Bühne, Geschwister-Scholl-Platz)

Since childhood, she’s been writing poems and tales. Her life has always been surrounded by music and, later on, by fellow musicians.
She took her guitar along on the train to Berlin. Once settled down, she had the time and the right loneliness to take a deep look inside: chords and notes came out from that guitar and naturally matched with her passion for poetry and prose. From that moment on, she started composing her songs using also other instruments such as ukulele, percussions, violin and organ, even though she mainly performs them live with guitar.


Mo, ab 21:00: KONZERT – Seeking a Drop – presented by Kulturjurte München (Bühne, Geschwister-Scholl-Platz)

Und es geht ukulelig weiter! Seeking a Drop verwöhnt uns mit wunderbarer, ruhiger und energiereicher Wohlfühlmusik!
»Seeking A Drop was born as an acoustic folk duo in July 2012. During a few months, Fulvio Tulli (guitar/vocals) and Emilio Cataldi (lead guitar) self-recorded three Eps and promoted them playing acoustic shows all around Rome. By now Seeking A Drop has two new members: AnnaT (vocals/percussions/ukulele) and Mathias Metzger (lead guitar/backing vocals). They’re working on the second studio album.«


Mo, 23:00 – 01:00: Lesungen zu Degenhardt – Leander Sukov & Simone Barrientos, Kulturmaschinen (Workshopzelt, Geschwister-Scholl-Platz)

Seine ersten Auftritte hatte Franz Josef Degenhardt auf den legendären Burg-Waldeck-Festivals. 1965 erschien sein Album „Spiel nicht mit den Schmuddelkindern“, dessen Titellied ihn berühmt machte. Er galt als eine der Stimmen der 68er Bewegung. Nicht nur als Chansonnier und Liedermacher hat Franz Josef Degenhardt große Erfolge feiern können, auch als Schriftsteller ist er Teil der deutschsprachigen Wortkunst. Degenhardts Romane sind Appelle an die Solidarität der »Linksdenker«, geschrieben zum Teil aus autobiographischer Perspektive. Leander Sukov und Simone Barrientas lesen aus Degenhardts eben erschienenen Werkausgabe.

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Als Liedermacher (1963 Debüt Radio Bremen) wie als Jurist zunehmend politisch engagiert, war Degenhardt in Antidemonstrationsprozessen für die APO tätig, verteidigte als Anwalt Mitglieder der RAF und wurde 1971 aufgrund des Unvereinbarkeitsbeschlusses des SPD-Parteivorstandes vom November 1970 wegen eines Wahlkampfaufrufes zugunsten der neugegründeten DKP bei der Landtagswahl von Schleswig-Holstein aus der SPD ausgeschlossen. 1978 trat er schließlich der DKP bei. Seit 1983 war Degenhardt als korrespondierendes Mitglied der Akademie der Künste der DDR tätig.

1970 erhielt er den Deutschen Schallplattenpreis, 1980 den Preis der deutschen Schallplattenkritik, 1983 den deutschen Kleinkunstpreis und 1986, 1988 sowie 1995 den SWF-Liederpreis. „Er gehört in die sehr deutsche Linie einer politischen Kunst, die markiert ist durch Künstler wie Bertolt Brecht, Hanns Eisler, Ernst Busch. Dort hat er seinen Platz.“ (Thomas Rothschild)

Sein Roman-Erstling „Zündschnüre“ (1973) hielt sich mehrere Monate in der SPIEGEL-Bestsellerliste und wurde fürs Fernsehen vom WDR verfilmt (Regie: Reinhard Hauff). Sein zweiter Roman „Brandstellen“ wurde 1977 von der DEFA (DDR) verfilmt (Drehbuch: Gerhard Bengsch, Regie: Horst E. Brandt).