Podiumsdiskussion: Demokratisierung der Hochschule 1


Wir laden alle herzlich zu unserer Podiumsdiskussion am Freitag um 17:00 Uhr mit Julian Nida-Rümelin (Prof. Philosophie), Angelika Gruber (ÖH, VSSTÖ) und Carmen Langhanke (RCDS Bayern) ein. Unser Thema wird die Demokratisierung der Hochschule sein.

Da es in Bayern keine verfasste Studierendenschaft gibt, die ihre Finanzen selbst verwalten kann und einen anderen rechtlichen Status genießt als z.B. die Studierendenvertretung an der LMU, haben die Studierenden in Bayern quasi keine Stimme. Dies gilt sowohl für die Vertretung der Studierenden in Hochschulgremien als auch in der Politik als Ganzes. So wird die Ausrichtung der Universität so gut wie gar nicht von denjenigen bestimmt, für die sie eigentlich gemacht ist. Die Frage ist unter anderem, wie eine größere Beteiligung der Studierenden an Entscheidungen in Hochschulen und Hochschulpolitik realisiert werden kann.

Wäre diese gewährleistet, würden sicher einige Entscheidungen ganz anders ausgegangen seien, als sie es in Vergangenheit sind – blicken wir doch nur auf die Umsetzung des Bologna-Prozesses oder die Einführung der Studiengebühren. Diese mögen zwar seit wenigen Tagen  nach der 180% Wendung der CSU auch in Bayern am Wackeln sein, doch wären sie sicherlich niemals eingeführt worden, wenn Studierende an der Diskussion darüber von Anfang an eingebunden wären worden.

Die Proteste in Bayern, Deutschland und der ganzen Welt der letzten Jahre haben gezeigt, dass Bildungspolitik nicht unabhängig von denjenigen gemacht werden dürfen, die mit den dort getroffenen Entscheidungen zurecht kommen müssen. Hörsaalbesetzungen können beispielsweise nicht ignoriert werden – Politik muss darauf reagieren, z.B. mit Zugeständnissen in Bezug auf die neuen Bachelor- und Masterstudiengänge. Auch am Bildungscamp wird deutlich: Wir haben eine Stimme, und wir wollen, dass sie gehört wird.

Kommt vorbei und diskutiert mit, wir freuen uns auf euch!


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